Ortenauer Schlittenhunde Club

Crazy Dogs

Kinderferienprogramm am 11.08.2017

Seit 8 Jahren beteiligt sich der OSC schon jährlich beim Kinderferienprogramm der Gemeinde Appenweier. Seit drei Jahren steht unser Beitrag dazu unter dem Motto „Serum Run To Nome“.

Dieses Jahr fand unser Programm bei für den August kühlen 20 Grad und immer wieder leichtem Regenwetter am 11. August 2017 statt. Trotzdem haben sich insgesamt 27 junge „Musher“ im Alter zwischen 7 und 12 Jahren bei uns eingefunden um mit uns auf eine spannende Reise zu gehen.

Begrüßung durch den 1.Vorstand


Nach der Begrüßung durch unseren 1. Vorstand Thomas Serrer bei der er erklärt hat was es denn mit dem Serum Run auf sich hatte, wurden die Kinder erst einmal in drei Gruppen eingeteilt. Die „Trapper“, „Musher“ und „Ranger“ durften dann als erste Aufgabe ihre Gruppenfahnen gestalten, was sie auch fleißig getan haben. Da die geplante Reise recht lange war wurde jeder Musher vor Beginn mit einem Getränk ausgestattet.

Die "Musher" unterwegs


Danach durften sich die drei Gruppen, bestehend aus jeweils 9 Mitgliedern und je 2 Sibirian Huskies, sowie zwei Begleitpersonen, auf den Weg machen.


Die "Ranger" sehen nichts und werden von ihrem Hund geführt

Gleich zu Beginn ihrer Reise wurden die Abenteurer zwischen Anchorage und Willow von einem Schneesturm erwischt. Während sie ihren Schlitten gezogen haben, hat der Sturm ihnen jede Sicht genommen, weswegen sie sich auf das Gespür ihres Hundes verlassen mussten, der geführt von einem Mitglied ihres Teams dem Gespann voraus ging. So sind sie sicher bis nach Willow gekommen. Bei Knik geschah jedoch ein Unglück – der Sturm wurde so heftig dass das gesamte Gespann in eine Schneewehe geblasen wurde! Darin ging das wichtige Serum verloren. Todesmutig haben sich unsere Musher in den Schnee gestürzt und konnten das Serum wieder bergen.

Bei Knik ist das Serum in einer Schneewehe verschwunden und muss gesucht werden


Auf der Suche nach dem passenden Schlüssel

Auf der Strecke zwischen Knik und Skwentna haben gleich mehrere defekte Schranken den Teams den Weg versperrt. Mit Hilfe von Wasser das sie herbei geschafft hatten, konnten sie das fehlende Gegengewicht an den Schranken ausgleichen und hindurch gehen. Nur bei der letzten Schranke gab es auch noch ein Schloss – dessen Schlüssel war mitsamt dem gesamten Schlüsselkasten beim letzten Sturm im Schnee gelandet – also mussten die jungen Abenteurer im Schnee danach graben. Nach einigen Versuchen war auch diese Hürde gemeistert und es ging weiter nach Skwentna.




Flott voran nach Rainy Pass

Zum Glück lag auf der Strecke bis nach Rainy Pass kaum Schnee und die Musher konnten ausnahmsweise auf einen Wagen umsteigen und flott bis dorthin weiter gelangen. Nur beim Roadhouse von Fingerlake haben sie eine kurze Pause eingelegt. Um für sich und ihre Hunde die Vorräte wieder aufzufüllen, sind sie dort auf die Jagd mit Pfeil und Bogen gegangen.

Auf der Jagd


Mit Schneeschuhen durch schwieriges Gelände

Bei Rainy Pass angekommen hatte sich das Wetter wieder drastisch verschlechtert: Ein Blizzard kam herunter! Von dort aus ging es nur noch mit Schneeschuhen und durch unebenes Gelände weiter.


Zwischen Nikolai und Mc Grath war der Schnee zwar nicht mehr so tief, dafür war der Wind und das Schneetreiben so stark geworden das den jungen Mushern nichts übrig blieb als sich zum Schutz Tücher vor das Gesicht zu binden und sich von dem einzigen Team Mitglied der eine Schutzbrille hatte und ihrem Hund führen zu lassen.


Die Verletzten wurden von ihren Kameraden getragen

Der Weg war aber sehr uneben und so kam es das sich zwei der Abenteurer am Bein verletzt haben und nicht mehr weiter laufen konnten. Zum Glück waren sie gerade in der Nähe des Roadhouse`s von Takontna. Dort konnte ihnen mit einem Tragetuch und Verbandsmaterial ausgeholfen werden. Die beiden Verletzten wurden verarztet und konnten die Reise in der Trage weiter vorsetzen. Bis sie Ophir erreicht hatten, waren beide wieder fit den Weg zu Fuß zurückzulegen.


Als nächstes kamen die Gruppen nach Iditarod. Dort haben sie über Nacht eine wohlverdiente Pause eingelegt. Der Wirt dieses Roadhouses trieb jedoch gerne Schabernack mit seinen Gästen und hat ihnen viele Quizfragen gestellt z.B. wollte er wissen wieso ein Husky so viel Kälte aushält? Lag das nun daran das sein Fell das Sonnenlicht speichert? Oder weil das Fell aus zwei Schichten besteht? Kann es sein das Huskies auf der Stelle laufen um warm zu bleiben? Oder trinken sie am Ende gar jede Menge warmes Wasser?

Von den oft albernen Vorschlägen des Alten ließen sich die jungen Musher nicht irritieren und sie haben all seine Fragen beantwortet. Am nächsten Morgen zogen sie fröhlich weiter.


Eine Lage über die nächste...

Bis sie nach Shageluk kamen hat der beißende Wind endlich nachgelassen – dafür war es jetzt bitterkalt geworden. Im Roadhouse bekamen die Musher jede Menge Kleidung die sie sich schnell angezogen haben um dann warm verpackt den Weg bis nach Anvik möglichst zügig hinter sich zu bringen.


Obwohl die Musher in Fingerlake ihre Vorräte aufgestockt hatten, ist ihnen als sie in Grayling ankamen alles bis auf Zwieback ausgegangen. So blieb ihnen nichts weiter als sich davon zu ernähren. Als sie gerade dabei waren ihre trockene Ration herunter zu würgen, sind ihnen zu allem Überdruss auch noch ihre Huskies davon gelaufen. So schnell wie möglich hatten die Musher versucht sie zurück zu pfeifen was ihnen dank des Zwiebacks jedoch nur schwer gelang.

Lecker Zwieback :P


Vorsicht das ja kein Holz herunter fällt

Im Roadhouse von Eagle Island haben unsere mutigen Reisenden davon erfahren dass es in Kaltag kein Holz zum heizen mehr gab und die Menschen dort ohne weiteres Holz erfrieren müssen! Dies konnten sie natürlich nicht zulassen, und da sie auf ihrer Reise sowieso bei Kaltag vorbei kamen, beschlossen sie auf einem Schlitten Holz für die Bewohner von Kaltag mit zu nehmen. Dieser wurde von ihren arbeitswilligen Huskies gezogen.



Nachdem sie die Menschen in Kaltag gerettet hatten, gerieten unsere Abenteurer nun selbst in Not! Zwischen Unalakleet und Shaktoolik hatten sie sich verirrt! Selbst ihr treuer Hund kannte diese Strecke nicht. Mit Hilfe ihres Kompasses konnten sie sich jedoch wieder orientieren und ihren Weg in die richtige Richtung fortsetzen.


Das nächste Hindernis stellte sich den Mushern zwischen Koyuk und Elim in Form einer tiefen Schlucht in den Weg. Zum Glück gelang es  ihnen ein Seil um einen Baum auf der anderen Seite zu werfen und dann einzeln über dieses Seil über die Schlucht zu balancieren.


In Goldvin angekommen mussten sie feststellen das es dort kein richtiges Roadhouse gab! Da sie einen Platz zum übernachten gebraucht haben, haben sie sich mit Hilfe ein paar alter Kisten und einer Plane ein „Iglu“ gebaut, welches nicht nur groß genug für alle Musher war, sondern auch noch Platz für die beiden Hunde geboten hat. So musste in dieser Nacht keiner frieren.

Auch der Hund darf mit herein


In White Mountain wurde die Gruppe davor gewarnt dass es in der Umgebung zum Teil auch gefährliche Tiere gab. Davon ließen sich die tapferen jungen Menschen jedoch nicht abschrecken. Auf dem Weg nach Safety haben sie dafür die Spuren im Schnee gelesen um zu wissen wann sie aufpassen mussten.


Endlich hatten die Musher Glück mit dem Wetter! Bei Sonnenschein und nur mäßiger Kälte bekamen sie in Safety einen Schlitten vor den sie ihren Husky spannen konnten um dann im Sprint den Weg bis nach Nome zurück zu legen und endlich das lebensrettende Serum dort abgeben zu können.


Nachdem alle drei Gruppen in Nome angekommen waren, haben sie sich eine wohlverdiente Pause gegönnt und sich um das Lagerfeuer versammelt. Dort haben sie während sie sich mit Würsten und Stockbrot gestärkt haben, gegenseitig ihre erlebten Abenteuer erzählt.


Die Lesezeichen waren sehr beliebt

Zum Ausklang hatten alle Teilnehmer noch die Möglichkeit sich Lesezeichen mit Husky Motiven zu basteln, was von fast allen begeistert angenommen wurde.



Später wurde noch die schnellste Gruppe geehrt. Für ihren mutigen Einsatz wurde aber jeder der Musher mit einem „Musher Diplom“ und einem Preis belohnt und so konnten alle zufrieden wieder nach Hause gehen.


Wir – die Mitglieder des OSC – waren froh das wieder einmal das Ferienprogramm reibungslos funktioniert hat. Sowohl für den Auf- und Abbau der Spiele, die Anmeldung und Verköstigung der Kinder und die Betreuung der einzelnen Gruppen haben sich wieder viele Freiwillige gefunden. Nachdem alle Kinder wieder gegangen sind, sind wir natürlich noch ein Weile gemütlich beieinander gesessen.


Und das es den Kindern gefallen hat, merkt man wohl daran das die meisten jedes Jahr wieder kommen bis sie aus dem Altersrahmen heraus gewachsen sind. Also müssen wir uns für nächstes Jahr wohl wieder einmal neue Spiele ausdenken...